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Das E-Bike winterfest machen

15.01.2021 14:55

In den vergangenen Tagen kam aus aktuellem Anlass mehrfach das Thema Radfahren im Winter auf. Gerne greifen wir es erneut auf und geben euch ein paar hilfreiche Tipps und Tricks mit auf den Weg, um gut durch die kalte Jahreszeit zu gelangen. Zunächst gelten natürlich alle Ratschläge, die auch für den Fahrer eines rein mechanisch betriebenen Fahrrads gelten. Das sind in erster Linie Vorschläge bezüglich Bekleidung und Bereifung.

Altbewährt ist nie verkehrt

Das gilt zumindest beim Thema Winterbekleidung. Die altbewährte Zwiebeltechnik (darunter versteht man das Anziehen mehrerer dünner Kleidungsschichten übereinander) überzeugt hier gleich auf mehreren Ebenen. Zum einen bleibt man dadurch agil, was vor allem im Winter besonders wichtig ist, um bei rutschigem Boden die Kontrolle zu behalten. Zum anderen bleibt man auch insofern flexibel, als dass man auf sich verändernde Wetterverhältnisse reagieren kann und somit immer passend gekleidet ist.

Mit festem Griff durch die Kälte

Neben der passenden Oberbekleidung sind auch Accessoires nicht außer Acht zu lassen. Beim Fahrradfahren werden vor allem die Hände in Mitleidenschaft gezogen. Dadurch, dass sie sich durchgehend am Lenker und somit unter direktem Einfluss der Witterung befinden, unterliegen sie Wind und zeitweise auch Niederschlag. Um die Hände angemessen zu schützen bedarf es der richtigen Handschuhe. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie winddicht und wasserabweisend sind. Außerdem ist zu beachten, dass es nicht nur wichtig ist die Finger warm zu halten, die Beweglichkeit muss auch gewährleistet sein. Am gängigsten sind die Standard-Fingerhandschuhe. Von der Benutzung von Fäustlingen raten wir mangels Beweglichkeit ab. Die Hybridform jedoch, der sogenannte Dreifingerhandschuh, bietet einen sehr ausgeklügelten Lösungsansatz. Durch die Isolierung von Daumen und Zeigefinger bewahrt man die Beweglichkeit und die Möglichkeit fest zu greifen, während man gleichzeitig die Wärmezirkulation zwischen den Fingern genießt.

Von Kopf bis Fuß geschützt

Desweiteren ist der Kopf zu schützen, wobei eine klassische Mütze schon sehr effektiv ist, um vom Kopf abgestrahlte Wärme zu speichern. Wenn Sie mit Helm fahren, gibt es auch Mützen, die unter diesem getragen werden können. Passend dazu kann das Gesicht mit einer Maske geschützt werden, welche einerseits die Haut schützt und Sie vor allem auch davor bewahrt, den kalten Fahrtwind direkt einzuatmen. Abgeschlossen wird der Gesichtsschutz durch eine Schutzbrille, die Ihre Augen vor dem Wind schützt und dafür sorgt, dass Sie auch bei starkem Schneefall den Überblick behalten.

Den optimalen Schutz für die Füße bieten Ihnen Neoprenüberschuhe. Diese halten die Füße warm und trocken und die Schuhe sauber.

Tipps für’s Bike

Nachdem die Kleiderfrage nun geklärt ist, widmen wir uns dem Fahrrad selbst. Zunächst sollte Ihnen bewusst sein, dass Ihr Bike während der kalten und nassen Monate besonders Ihrer Zuwendung bedarf. Neben der standardmäßigen Wartung, Kontrolle und Justierung der Bremsen und der Gangschaltung, gilt es die Kette, Ritzel, Speichen und Speichenenden, regelmäßig zu fetten und vor Salzeinfluss zu schützen, und gegebenenfalls Schlamm und Verunreinigungen nach der Fahrt zu entfernen, damit diese nicht festfrieren.

Kontrollieren Sie Reflektoren und Beleuchtung und stellen Sie sicher, dass Sie für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sind, dies ist besonders bei starkem Schneefall, Regen oder Nebel nicht selbstverständlich.

Sorgen Sie für besseren Straßenkontakt, indem Sie breitere Reifen wählen oder etwas Luft aus Ihren Reifen ablassen. Alternativ ist auch die Anschaffung von mit Spikes bestückten Reifen eine Lösung. Letzteres ist besonders effektiv, wenn Sie auf festem Schnee fahren.

Zudem sollten Sie Ihren Sattel etwas tiefer stellen, damit Sie in brenzligen Situationen schneller die Füße auf dem Boden haben.

Mit der richtigen Fahrweise sicher ans Ziel

Abgesehen von Vorkehrungen bezüglich Kleidung und Fahrrad, können Sie gefährlichen Situationen auch mit Ihrer Fahrweise vorbeugen. Auf glatten Strecken sollten Sie das Tempo etwas drosseln und passiv (ohne zu pedalieren) in Kurven fahren. Vergrößern Sie den Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern und wählen Sie bei besonders glatten Wegen eine Ausweichstrecke. Hierbei können auch rechtlich Ausnahmeregelungen in Kraft treten. So entfällt zum Beispiel die Nutzungspflicht von Radwegen, wenn diese nicht befahrbar sind. Dies ist auch dann der Fall, wenn sie nicht gestreut sind. Weichen Sie in solchen Fällen auf die Fahrbahn aus.

Besondere Vorkehrungen für Ihr E-Bike

Als Führer eines E-Bikes gilt es außerdem noch einige Besonderheiten zu beachten. Auch die elektronischen Komponenten, die dem E-Bike das „E“ verleihen, bedürfen der Pflege. Allen voran der Akku. Häufig erhalten wir Rückmeldungen bezüglich kürzerer Akkulaufzeiten, beziehungsweise geringerer Reichweite während der Wintermonate.

Dafür gibt es eine einfache Erklärung: Der Akku wird durch chemische Reaktionen in Gang gesetzt, diese sind bei niedrigen Temperaturen schwerer herbeizuführen, folglich bedarf es mehr Energie um dieselbe Leistung zu erreichen.

Vor diesem Hintergrund empfehlen wir vor Fahrtantritt zu überprüfen ob Ihr Akku noch über ausreichend Kapazität verfügt, um Ihr Ziel zu erreichen.

Das beste Ergebnis erhalten Sie, wenn Sie den Akku nach der Nutzung aus Ihrem Fahrrad entnehmen und bei Raumtemperatur lagern und laden.

Darüber hinaus sind alle elektronischen Komponenten vor Nässe zu schützen. In der Regel sind die Systeme spritzwassergeschützt, es sollte jedoch davon abgesehen werden eine Reinigung mit einem Hochdruckreiniger vorzunehmen oder Komponenten in Wasser einzutauchen.

Sollten Sie sich dafür entscheiden Ihr E-Bike einzuwintern, gilt es den Akku vor einer möglichen Tiefenentladung zu bewahren. Dies tun Sie durch Lagerung bei Raumtemperatur. Der Ladestand sollte sich bestenfalls zwischen 30 und 60% befinden.

Mit diesen Tipps und Tricks erwecken Sie jedes Bike aus dem Winterschlaf.

Ihren Leon Cycle Team

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